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Seid ihr auch schon der Indoor Farming Bewegung beigetreten und baut die Ikea-Kräutermischung auf dem Fenstersims an? Oder seid ihr gar schon DIY-mäßig unterwegs, habt eure Strick-Skills wieder ausgepackt? Sehr gut, dann seid ihr bestimmt daran interessiert, eure Weihnachtsgeschenke im Upcycle-Style anzufertigen! Wie’s gemacht wird, erklärte mir die (ich nenne sie mit größtem Respekt) Queen of Upcycling, the wonderful Diana Verdugo! Die kreativen Bewohner der Favelas von Rio haben der weltenbummelnden Jungunternehmerin und Schmuckdesignerin aus Detroit gezeigt, wie man aus Nichts (sprich: Müll) Fashion macht.

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Gib uns doch mal ein paar ganz einfache Beispiele für Upcycling-Weihnachtsgeschenke!

Jedes Teil sollte eine Story erzählen. Meine Ohrringe zum Beispiel sind aus Teilen meines alten Kronleuchters gemacht und aus Kleinteilen vom Baumarkt. Ein Weihnachtsgeschenk könnte eine alte Brosche sein, die an eine Mütze geheftet wird – so einfach ist das. Die Kunst ist es, in einem Gegenstand einen neuen Nutzen zu sehen. Das Schöne ist der sentimentale Wert des Ganzen. Ein Freund aus New York bat mich, seiner Freundin etwas zu kreieren. Und ich fragte ihn ob er irgendein Erinnerungsstück von ihr hätte, etwas mit Geschichte. Er gab mir eine Brosche die sie zusammen auf dem Mauerpark gekauft haben und ich verwandelte sie in eine Kette. Das Armband einer alten Uhr wird auch schnell zur Kette, oder eine Brosche zum Schlüsselanhänger.

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Und trotzdem kaufen wir lieber dieses stylische Upcycle-piece von der hippen Designerin aus Neukölln, als selbst ans Werk zu gehen…

Stimmt. Die ersten zehn Jahre unseres Lebens sind wir nur damit beschäftigt zu kreieren, wir bauen Forts aus Kissen und malen, wir schenken unsere Kunst stolz unseren Eltern und wir haben Spaß daran mit unseren Freunden kreativ zu sein. Und jetzt sind wir ziemlich hart zu uns selbst und gar nicht stolz auf das, was wir machen. Ich verurteile meine Kunst immer noch. Das Selbstbewusstsein verändert sich. Also heißt Upcycling neben Kreation und etwas Neues im Alten zu sehen auch Selbstbewusstsein.

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Also dann mal für die ganz Unkreativen unter uns…

Geschenke einpacken, das liebe ich. Da kann man gerade an Weihnachten richtig upcyclen. Man produziert so viel Abfall durch Geschenkverpackungen. Außerdem muss man beim Geschenke-einpacken einfach seine Hände benutzen und es kann leichter fallen zu experimentieren. Meine Zwillingsschwester und ich haben immer regelrechte Wettbewerbe beim Einpacken. Letztes Jahr haben wir blaues und rotes Knallpapier verwendet und gebrauchte Schleifen vom Jahr davor. Und dann nehmen wir immer noch Bilder aus Zeitschriften und Zeitungen (besonders ausländische Zeitungen), die sind auch super zum Verpacken. Wir sehen ein Bild in einer Zeitschrift und lassen uns durch ein Thema inspirieren. Oder diese Schallplattenhüllen sind auch cool, die hab ich für 25 Cent auf einem Flohmarkt in Italien gekauft!

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Du kaufst dann also keine Geschenke dieses Jahr?

Gute Frage, ich mixe das immer. Meinen kleinen Nichten schenke ich aber zum Beispiel einfach mal Tanten-Zeit. Ich besuche sie mit ganz viel Bastelkram im Gepäck und wir leben uns aus. Aber die Geschenkverpackungen sind dann definitiv aus Upcycling-Material.

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